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Posts mit dem Label "Krautrock" werden angezeigt.

BURN PILOT - Intense

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(Eigenvertrieb / Pink Tank Records, 2014) 01. Matador 02. Rain song 03. Feedback mind 04. True gem 05. Reverse pulse 06. No catharsis Ihr kennt das? Eine befreundete und durchaus heiß verehrte Band, in meinem Falle die Fuzzrocker BONE MAN aus Kiel, gibt ein onzert und man geht wegen dieser Band hin, wird aber von den Vorbands vollkommen weggeblasen? In diesem Falle waren es MOEWN aus Hamburg, die ihren ersten Gig mit Bravour spielten und die blutjungen, aber irrsinnig umtriebigen BURN PILOT aus Bielefeld. Man mag den Ort für ein Gerücht halten, aber die Musik der drei jungen Männer ist die pure, ungeschönte Wahrheit. Wobei schön als Attribut immer Ansichtssache ist und das hier zu besprechende sechste Album der Band in zehn Jahren (dabei ist Drummer und Sänger Sidney grad mal 22) Bestehen hat viele schöne Momente. Allein der Titel ist schon ein Statement. "Intense", was für ein Wort. Es beschreibt die Musik perfekt, die physische, spirituelle und emotionale Wucht der sechs...

ELECTRIC MOON - Inferno

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(2011, Deutschland, Sulatron Records, 66.16 min.) 01. Mental record 02. Inferno Zwei Songs auf etwas über einer Stunde Spielzeit, nach geschmeidiger Popularmusik zum Tanzen klingt das nicht, ebenso wenig nach straightem Riffrock’n’Roll der Marke AC/DC. Und fürwahr, hier haben wir die neueste CD der deutschen Jamrockband ELECTRIC MOON, bei welcher WELTRAUMSTAUNEN / ZONE SIX / SULA BASSANA – Kreativkopf Dave Schmidt alias Suna Bassana als einer der drei spirituellen Pole mitmischt. Die Hauptinitiatorin dieser Jamgruppe nennt sich Komet Lulu, spielt den zuweilen sehr diszipliniert monoton gehaltenen Bass und sorgt mit Drummer Alex (dem wohl einzig Erdgeborenen hier) für ein hypnotisches Rhythmusfundament. Und was kann man von solchen Haudegen der aktuellen Spacerock / Psyche Szene in Deutschland anderes erwarten, als herrlich abgeflogenen Sound. Und da sind wir dann auch schon mittendrin im Inferno, allerdings noch nicht im Titelstück, sondern einem knapp vierzehneinhalb Minuten a...

SULA BASSANA - Kosmonauts

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(2010, D, Sulatron Records, 59.30) 01. Barbarella 02. Thora 03. Stella Star 04. Trillian 05. Pugar Jo, fünf Songs in knapp sechzig Minuten, ein Album, welches "Kosmonauts" betitelt ist, das spricht für Musik abseits gängiger Popschemata und kommerzieller Plattitüden. Projektleiter Dave Schmidt, der hier unter SULA BASSANA auftritt, ist schon ein Meister der kosmischen Klänge, ob nun in die Rockecke tendierend oder eher dem elektronischen Musikbereich zuzuordnen. Er macht seine Sache auf diesem bereits 2009 als "Sulatronics 2" CDr erschienenen, dann 2010 im regulären CD Format mit neuem Coverartwork und leicht überarbeiteter Musik neu veröffentlichten Werk wahrlich gut. Auch wenn ich das mit der Popuntauglichkeit gar nicht so unterschreiben möchte. Gerade der Opener "Barbarella" trägt eine eigenwillige Eingängigkeit mit sich, wo passagenweise die helleren Synthesizer über dem natürlich spacig hypnotischen, repetativen Grundmuster beinahe den Charakt...

REINSTER UNDERGROUND: MAHOGANY BRAIN - Smooth sick lights (

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(1972/77, Pôle, Frankreich, 47.52) 01. Green Winter Of Revolvers 02. Cathedral’s Skirts 03. Church 04. Purple Overdose No. 102 05. Silkskin Dawn 06. Tongues-Movie: Doctor Cloud 07. Rose Sad Sea 08. Diamond Voices Of Stars 09. Burning The Vibes Hier haben wir ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man einem Haufen Hippies und Revoluzzern ohne Vorkenntnisse von Musik Drogen und Instrumente gibt. MAHOGANY BRAIN sind ein französisches Freiformprojekt, das vorliegende, 1977 auf dem avant gardistisch orientierten PÔLE Label veröffentlichte Album wurde bereits 1972 in einem Anfall kollektiven Wahnsinns und im Zustand tiefsten Rausches aufgenommen. Es klingt vollkommen aus der Bahn geraten, degeneriert, strukturlos und aller Orientierung beraubt. Aber blicken wir einmal hinter die Fronten dieses dadaistischen Klangausbruchs und wir werden trotz der eher unprofessionellen Liveaufnahmen vom Juninachmittag 1972 einen Haufen Musiker mit Plan entdecken. Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger sind näm...

VERGANGENE GROSSTATEN: FRUMPY - 2

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(1971, Deutschland, Phillips, 39.46) 01. Good Winds 02. How The Gipsy Was Born 03. Take Care Of Illusion 04. Duty Eine der vielen genialen Platten aus deutschen Landen war dieses Zweitwerk der Hamburger FRUMPY um die immer noch höchst aktive Gesangslegende Inga Rumpf. Mit dabei waren u.a. der später als Hörspielsoundtrackmacher bekannt gewordene Carsten Bohn am Schlagzeug und Jean - Jacques Kravetz als Keyboarder, pardon, Organist. Nun, worauf lässt man sich ein, wenn man sich die vier überlangen Stücke zu Gemüte führt? Der Opener "Good winds" beginnt eher getragen, fließt dahin mit betörenden Gesangsmelodien, die durch Halleffekte abgeflogen psychedelisch wirken. Die Orgel sorgt für eine feierliche Grundstimmung, während von der Gitarre schöne Slides kommen. Das Stück hat ein verträumtes West Coast Feeling, welches mit eher britischen Elementen, pastoral folkigem Psychedelicsound, angereichert wird. Im Mittelteil geht es wilder zu, da kommen die klassischen und folkloristisc...

Circle - Forest (Ektro Records, 2005, Finnland)

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(CD, 4 Songs, 46.01 min.) 01. Havuportti 02. Luikertelevat lahoavat 03. Ydinaukio 04. Jäljet Ein krautiges Unterfangen ist es, worauf ich mich mit diesem Album der finnischen Band CIRCLE eingelassen habe. Mein Freund Jussi Lehtisalo von Ektro Records ( http://www.ektrorecords.com/ ) ist einer der beteiligten Musiker und hat mir freundlicherweise ein paar Alben zukommen lassen. Gleich reingegriffen, eine CD aus dem Stapel gezogen, eingeworfen und dann abgeflogen. CIRCLE beginnen den bunten Spacereigen mit dem fast dreizehnminütigen "Havuportti", der auf einer recht monotonen Grundstruktur aufgebaut ist und den Hörer richtig in sich aufsaugt. Ich höre akustische Percussions, schwebende, surrende Synthesizer, ein paar zurückhaltende Vocals, alles mit bekiffter Hippiestimmung, sehr freimütig gespielt, dennoch gut strukturiert. Akustische Percussions klimpern auch bei "Luikertelevat lahoavat" hinter der Akustikgitarre herum, die irgendwo zwischen Blues und Folk einen imm...