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VERGESSENE JUWELEN: Bulbous Creation - You don't remember dying (USA, Recorded 1969/70, Rockadelic 1995 / Reissue O-Music 2011)

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01. End of the page 02. Having a good time 03. Satan 04. Fever machine man 05. Let's go to the sea 06. Hooked 07. Under the black sun 08. Stormy monday Manche Alben kommen spät zu einem. Ich selbst habe, als grosser Heavypsychedelic Rock Fan seit meinen späten Teenagertagen, seit ich im Grunde BLACK SABBATH und die DOORS, dazu CREAM und HENDRIX für mich entdeckt hab, diese Band erst 2006 in meinen Fokus bekommen. 1996, als ich meine erste grosse Entdeckungsreise in die Welt von Undeground Prog und Acidrock der 60er undn70er begann, gab es dieses Kleinod auch erst ein knappes Jahr. Aufgenommen um die Jahrzehntwende 69/70 herum schlummerte das Material 25 Jahre im Bandarchiv. Das kultig verquere Rockadelic Label hat dann die Aufnahmen in die Finger bekommen und eine erste reguläre (nehme ich mal an) LP Version auf die Menschheit losgelassen, damals schon kaum erschwinglich für den eher wenig Geld habenden jungen Musikliebhaber. Bei Odin, ich hätte sie mir wohl trotzdem geka...

VERGANGENE GROSSTATEN: IL BALLETTO DI BRONZO - Sirio 2222

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(1970, Italien, RCA, 39.50) 01. Un posto 02. Eh Eh Ah Ah 03. Neva calda 04. Ma ti aspetterò 05. Meditazione 06. Girotondo 07. Incantesimo 08. Ti risveglierai con me 09. Missione Sirio 2222 Diese Band hat einige Jahre später mit "Ys" einen der Klassiker des italienischen Progrock abgeliefert, davon waren sie 1970 allerdings noch weit entfernt. Ich kann daher die Bedenken und Aversionen von Progfans verstehen. So sind sie auf den Babyblauen Seiten gar abscheulich für ihr psychedelicrockiges und poppiges Treiben auf "Sirio 2222" gedisst worden. Ich teile die Auffassung des dortigen Rezensenten nicht, denn Genialität drückt sich nicht darin aus, welches Genre man bedient. Auf dem knapp vierzigminütigen Album von 1970 finden sich neun Stücke mit starker Bindung an die gerade eben erst verklungenen Sechziger, was sich in Mixturen aus schönem, leicht hysterischen Pop und wilden Fuzzgitarrenausbrüchen mit tosend wirbelndem Schlagzeug äußert. Der Bluesrock jener Tage hat eb...

VERGANGENE GROSSTATEN: FANTASY - Fantasy

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(1970, USA, 40.45) 01. Happy 02. Come 03. Wages of Sin 04. Circus of Invisible Men 05. Stoned Cowboy 06. Understand 07. What's Next Oh wow, was ein Knalleralbum. Jazzig progressiver Psychedelicrock mit einer nahezu dämonischen Sängerin, die trotz der angeblich erst 16 jungen Jahre, die sie damals gewesen sein soll, eine vollweibische Stimme besitzt, die sie direkt neben grandiosen Größen wie Grace Slick oder Julie Driscoll - Tippets oder Jinx Dawson positioniert. Phreaky. Die Musik an sich ist sehr anregend, voller wilder Melodien, die sich zwischen Folk, Klassik, Soul und Psychedelic bewegen. Viele verspielte, zappelige Passagen treffen auf ruhige, schwebende Abschnitte. Momente mit eben jenem inbrünstigen Gesang auf entspannt rockende instrumentale Einlagen. Klassischer Progrock von 1970, der eher europäisch anmutet, also urbritisch sozusagen, wird hier von einer noch sehr ungezähmten Amiband mit einer unwiderstehlichen Kraft dargeboten, die schon fast verboten ist. Wenn die Säng...

Krokodil - Swamp

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(1970, Liberty, Schweiz, 39.33) 01. Get Yout Personality Together 02. Light Of Day 03. Sunlights Beautiful Daughter 04. Tell Me What You Want (Tell Tale) 05. Blue Flashing Circle 06. Snow White And Blue 07. Human Bondage 08. Gipsy Man 09. That's What I Do KROKODIL waren mir immer als Psychedelicband aus der Schweiz ein Begriff, aber bereits auf diesem Album von 1970, ihrem zweiten Studiowerk in LP Länge, treiben sie den 60er Psychesound über seine Grenzen hinaus und verquirlen die Einflüsse ganz nach ihrem Belieben. Ich höre Hardrock, Folkrock, Westcoast Psyche, Blues, Countryrock in geringen Dosen, alles sehr verspielt und mit großer Lockerheit dargeboten. KROKODIL sind nichts für Heavypuristen oder reine Bluesfreunde, sondern am ehesten mit den ein bis zwei Jahre zuvor aktiven Rocklegenden der amerikanischen Westküste auf eine Ebene zu stellen, eventuell auch mit Bands wie der EDGAR BROUGHTON BAND, die eine ähnliche Stilmixtur auffuhr. Der Opener ist noch etwas entspannter mit le...