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Posts mit dem Label "70s Progressive Rock" werden angezeigt.

WICKED MINDS - Visioni, deliri e illusioni

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(2011, Italien, Black Widow Records) 01. Caronte I 02. L’Uomo 03. Un Posto 04. Dio del Silenzio 05. La Prima Goccia Bagna il Viso 06. Figure di Cartone 07. Un’Isola / Un Illusione da Poco / Clessidra 08. Dentro Me 09. Io, La Strega 10. Zarathustra 11. Un Villaggio, un’Illusione 12. Farfalla senza Pois 13. La Carroza di Hans 14. Impressioni di Settembre Der Nachfolger zum 2006 erschienenen „Witchflower“ Album war ja lange überfällig und die WICKED MINDS aus Italien haben sich die Zeit nehmen müssen, denn es sollte ein sehr eigensinninges Projekt werden. Nicht alleine, dass sie für den italienischen Progressivrock der 70er das sein wollten, was die Pfälzer ROXXCALIBUR für den NWoBHM Sound sind, es mussten auch der eine oder andere Musiker jener von den WICKED MINDS auf ihre ganze eigene Weise neu interpretierten Bands dabei sein, um einen Hauch des Flairs der Originale zu versprühen. Und das funktioniert, auch wenn man mit vielen Problemen, u.a. einem Wechsel auf dem Posten des Leadsänge...

VERGANGENE GROSSTATEN: FANTASY - Fantasy

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(1970, USA, 40.45) 01. Happy 02. Come 03. Wages of Sin 04. Circus of Invisible Men 05. Stoned Cowboy 06. Understand 07. What's Next Oh wow, was ein Knalleralbum. Jazzig progressiver Psychedelicrock mit einer nahezu dämonischen Sängerin, die trotz der angeblich erst 16 jungen Jahre, die sie damals gewesen sein soll, eine vollweibische Stimme besitzt, die sie direkt neben grandiosen Größen wie Grace Slick oder Julie Driscoll - Tippets oder Jinx Dawson positioniert. Phreaky. Die Musik an sich ist sehr anregend, voller wilder Melodien, die sich zwischen Folk, Klassik, Soul und Psychedelic bewegen. Viele verspielte, zappelige Passagen treffen auf ruhige, schwebende Abschnitte. Momente mit eben jenem inbrünstigen Gesang auf entspannt rockende instrumentale Einlagen. Klassischer Progrock von 1970, der eher europäisch anmutet, also urbritisch sozusagen, wird hier von einer noch sehr ungezähmten Amiband mit einer unwiderstehlichen Kraft dargeboten, die schon fast verboten ist. Wenn die Säng...

Krokodil - Swamp

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(1970, Liberty, Schweiz, 39.33) 01. Get Yout Personality Together 02. Light Of Day 03. Sunlights Beautiful Daughter 04. Tell Me What You Want (Tell Tale) 05. Blue Flashing Circle 06. Snow White And Blue 07. Human Bondage 08. Gipsy Man 09. That's What I Do KROKODIL waren mir immer als Psychedelicband aus der Schweiz ein Begriff, aber bereits auf diesem Album von 1970, ihrem zweiten Studiowerk in LP Länge, treiben sie den 60er Psychesound über seine Grenzen hinaus und verquirlen die Einflüsse ganz nach ihrem Belieben. Ich höre Hardrock, Folkrock, Westcoast Psyche, Blues, Countryrock in geringen Dosen, alles sehr verspielt und mit großer Lockerheit dargeboten. KROKODIL sind nichts für Heavypuristen oder reine Bluesfreunde, sondern am ehesten mit den ein bis zwei Jahre zuvor aktiven Rocklegenden der amerikanischen Westküste auf eine Ebene zu stellen, eventuell auch mit Bands wie der EDGAR BROUGHTON BAND, die eine ähnliche Stilmixtur auffuhr. Der Opener ist noch etwas entspannter mit le...

Exploit - Crisi

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(Italien, 1972, Mellow Records (Reissue), 39.42 min) 01. Crisi Suite (20:27) 02. Anche Se Ho Sbagliato (2:56) 03. Un Bambino (3:55) 04. Il Campanile Della Cattedrale (3:58) 05. L'Anima Nuda (2:24) 06. Giochiamo Insieme (2:49) 07. La Tua Pelle Scotta (3:00) Diese CD aus Italien offeriert auf den ersten zwanzig Minuten, einstmals der ersten LP Seite, schönen Progrock mit klassischen und jazzigen Elementen, hauptsächlich allerdings von klassischen Themen beeinflusst. Die zwanzigminütige"Crisi suite" eröffnet spannungsgeladen den bunten Reigen mit in alter Orgelmusik wurzelnden Läufen, geht in eine jazzige Passage über, die sich in einen eher getragenen Part mit emotional exaltiertem Gesang auflöst. Danach wird es flott und progrockig, relativ wild sogar, bevor wieder jazzige Läufe zu einem recht dunklen, romantischen Ende führen. Der zweite Teil der Suite ist ein recht flott beginnendes Stück. Orgelpop der fröhlichen Sorte mit einer unüberhörbaren Melancholie, italienische ...

Serene - Serene

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(D, 1979, Private, 40 min) 01. Does it matter at all 02. Serenity 03. Dream stagnation 04. Adrift 05. Your magic door 06. A new man 07. We'Ve only just begun 1979, die Zeit für klassischen Prog war vorbei, die meisten Krautrockbands waren bereits im Niedergang begriffen und die NDW kam mit großen Schritten auf uns zugestürmt, während in England NWOBHM und Neoprog das Szepter schwangen. Tja, irgendwo dazwischen veröffentlichte die Band SERENE aus Deutschland ihr selbstbetiteltes Debüt, welches wohl auch ihr einziges Album blieb. Schlagzeuger Jim McGillivray kam von den Hardrockern EPITAPH, deren 74er LP "Outside the law" immer mal wieder für kleines Geld zu kaufen und wirklich sehr zu empfehlen ist. Nach SERENE hat er sich bei ELOY niedergelassen und genau das hört man hier auch. Entspannt und symphonisch pompös gehen die Jungs in die erste Runde mit einem nachdenklichen "Does it matter at all". Der mittelhohe, klare Gesang hat schon was von vielen ...

Paolo Rustichelli / Carlo Bordini - Opera Prima (1973, Italien, BMG Ricordi)

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(LP/CD, 6 Songs, 40.20) 01. Nativita 02. Icaro 03. Dolce sorella 04. Un cane 05. E svegliasi in un como 06. Cammellandia Hier gibt es keinen Bass zu hören, keine Gitarre, nur Schlagzeug, ein ganzes Arsenal an Tasteninstrumenten und sehr ruppigen Gesang, der in seiner ebenso kaputten wie charismatischen Art kaum zum symphonischen Progrock der beiden Italiener passen will. Das Album fesselt und fasziniert mit seiner Vielfalt an Klavier -, Synthesizer -, Orgel - und Mellotronläufen, die oft in mehreren Schichten übereinandergestaffelt einen sehr dichten Klangteppich ergeben. Mal baut sich eine gewaltige Woge verdrehter Melodien auf, die mit dem britischen Progrock a la ELP verwandt, in ihrer konsequenten Ausrichtung gen Tasteninstrumente aber wesentlich kompromissloser wirken. Carlo Bordini ist ein erstklassiger Drummer, der genau weiß, wie er die einzelnen Abfolgen zu akzentuieren, sogar wann er die Stöcke stillzuhalten hat. Bei den oft geheimnisvoll klingenden Spaceparts wirbelt er e...

Abacus - Abacus (Polydor, 1971, BRD)

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(LP / CD, 7 Songs, 39.24 min.) 01. Pipe dream revisited Part 1 & 2 02. Capuccino 03. Don't beat so on the horses 04. Song for Brunhilde 05. Song for John & Yoko 06. Radbod blues 07. Chestholder Deutscher Progressiverock war 1971 nichts ungewöhnliches mehr, ich denke an die Hamburger IKARUS oder an die Süddeutschen ANDROMEDA (schon von 1970), ABACUS reihten sich da nahtlos ein. Natürlich orientierte sich die Mannschaft an der Musik, die aus England rüberschwappte, war im eigentlichen Sinne also nur geographisch dem Krautrock zuzuordnen, nicht aber stilistisch. Nun, das bedeutete aber auch, daß ABACUS verdammt exakt aufzuspielen wußten, daß sie wild und ungestüm und doch kontrolliert ihre verspielten Songs aus den Boxen bliesen. Orgel, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, zuweilen statt der Orgel ein Piano, keine Synthesizer, eine Besetzungsliste, die trotzdem viel versprach und durchweg auch alles einhielt. Der erste Song, die "Pipe dream revisited" Suite mit ...

Ice - Saga of the Ice King (Storm Records, 1979)

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(CD / LP, 9 Songs, ca. 31.36min.) Tracklist: 01. Early days 02. The Ice King 03. Asgard 04. The bridge 05. The feast 06. Dawn of the battle 07. Aftermath 08. Journey into exile 09. Reprise 1979 und England, wer denkt da bei Rockmusik nicht an die NWOBHM oder britischen Punkrock, aber weit gefehlt. ICE waren eine klassische, mit psychedelischen und progressiv - epischen Motiven hantierende Band aus den Midlands, deren Leader Mick Rutherford (nicht mit dem Genesis Mitglied identisch) u.a. bei Alexis Korner in der Bluesband gespielt hat. Nun, was bot uns diese Truppe? Der Opener "Early days" hat einen lockeren, fast schon folkigen Charakter, obgleich er rockig instrumentiert ist und dementsprechend gespielt wird. Schön, nicht übertrieben wirr und freakig. Das Quasititelstück schließt sich an. Ein sanft dahintreibender, melancholischer Song mit coolen Leadgitarren und betörendem Mellotronteppich, der durchaus einer gewissen Grundintensität nicht entbehrt. Der Gesang könnte durcha...