Posts

Posts mit dem Label "Jamrock" werden angezeigt.

BURN PILOT - Intense

Bild
(Eigenvertrieb / Pink Tank Records, 2014) 01. Matador 02. Rain song 03. Feedback mind 04. True gem 05. Reverse pulse 06. No catharsis Ihr kennt das? Eine befreundete und durchaus heiß verehrte Band, in meinem Falle die Fuzzrocker BONE MAN aus Kiel, gibt ein onzert und man geht wegen dieser Band hin, wird aber von den Vorbands vollkommen weggeblasen? In diesem Falle waren es MOEWN aus Hamburg, die ihren ersten Gig mit Bravour spielten und die blutjungen, aber irrsinnig umtriebigen BURN PILOT aus Bielefeld. Man mag den Ort für ein Gerücht halten, aber die Musik der drei jungen Männer ist die pure, ungeschönte Wahrheit. Wobei schön als Attribut immer Ansichtssache ist und das hier zu besprechende sechste Album der Band in zehn Jahren (dabei ist Drummer und Sänger Sidney grad mal 22) Bestehen hat viele schöne Momente. Allein der Titel ist schon ein Statement. "Intense", was für ein Wort. Es beschreibt die Musik perfekt, die physische, spirituelle und emotionale Wucht der sechs...

ELECTRIC MOON - Flaming lake

Bild
(2011, Sulatron, Deutschland, 76.28 min) 01. The cosmic creator 02. Flaming lake 03. Lost and found souls 04. Burning Battenberg So dunkelbunt wie das effektüberladene und verfremdete Livefoto im Inneren des Booklets ist auch die Musik von ELECTRIC MOON. Im Juli 2011 waren sie gerade in Battenberg / Eder beim "Teich in Flammen" Open Air, veranstaltet von den dortigen Psyche / Space Rockern DATURANA (unbedingt checken, Album "Crossroad man" gibt es von NASONI), schon steht eine CD mit Liveaufnahmen von eben jenem Fest, nun, nicht in jedem Laden, aber bei Bandkopf Dave Schmidt im SULATRON Shop. Vier Songs sind es, besser, vier ausladende, instrumentale Jams von hypnotischer Wucht, die Dich tief in einen Zeitstrudel reissen, in dem alles relativ wird. Die Welt um Dich herum bleibt einfach stehen. Das hier ist Musik, bei der Du die Augen schließt und Dich im Rhythmus wiegst, während Deine Seele auf den von den Gitarren erzeugten schwebenden Klangwellen reitet, weit fort...

ELECTRIC MOON - Inferno

Bild
(2011, Deutschland, Sulatron Records, 66.16 min.) 01. Mental record 02. Inferno Zwei Songs auf etwas über einer Stunde Spielzeit, nach geschmeidiger Popularmusik zum Tanzen klingt das nicht, ebenso wenig nach straightem Riffrock’n’Roll der Marke AC/DC. Und fürwahr, hier haben wir die neueste CD der deutschen Jamrockband ELECTRIC MOON, bei welcher WELTRAUMSTAUNEN / ZONE SIX / SULA BASSANA – Kreativkopf Dave Schmidt alias Suna Bassana als einer der drei spirituellen Pole mitmischt. Die Hauptinitiatorin dieser Jamgruppe nennt sich Komet Lulu, spielt den zuweilen sehr diszipliniert monoton gehaltenen Bass und sorgt mit Drummer Alex (dem wohl einzig Erdgeborenen hier) für ein hypnotisches Rhythmusfundament. Und was kann man von solchen Haudegen der aktuellen Spacerock / Psyche Szene in Deutschland anderes erwarten, als herrlich abgeflogenen Sound. Und da sind wir dann auch schon mittendrin im Inferno, allerdings noch nicht im Titelstück, sondern einem knapp vierzehneinhalb Minuten a...

Gong - Live in Bremen, Sparkasse, November 4th, 1974

Bild
(DCD, UK / F, Bootleg, 1973, 105 min) CD1: 01. Magick Mother Invocation 02. Master Builder 03. Perfect Mystery 04. Tropical Fish: Selene 05. I Never Glid Before 06. I Love It's Holy Mystery 07. Hiram Afterglid 08. Flute Salad --> Oily Way (Part 1)9 - Oily Way (Part 2) 10. Inner Temple 11. Outer Temple CD2: 01. A Sprinkling Of Clouds 02. Improv --> You Can't Kill Me 03. The Isle Of Everywhere 04. You Never Blow Your Trip Forever (Part 1) 05. You Never Blow Your Trip Forever (Part 2) 06. Variation: Flying Teapot (Part 1) 07. Variation: Flying Teapot (Part 2) Ein Luxusbootleg sozusagen ist mir von den britisch australisch französischen Spacejazzproglegenden GONG (dieses Jahr auf dem BURG HERZBERG Festival unbedingt mitnehmen, Daevid Allen ist 71, wer weiß, wie lange der das noch mitmacht) auf den Tisch und sogleich in den Player gekommen. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Doppel CD Set, aufgenommen am vierten November 1974 in Bremen, auf einem ominösen Bootleglabel veröf...

Friedhof - same

Bild
( BRD, 1973, Privatpressung, 44.04 min) 01. Orgasmus 02. Nothing at all 03. Undertaker's joy 04. Setting sun 05. Clear blue sky Es ist wieder Zeit für einen Griff in meine Obskuritätenkiste und dieser fördert ein Album von 1973 zutage, welches bis heute nichts von seiner faszinierenden Art verloren hat. Der Freund eines Freundes hat es sich als Original LP 1974 auf einem Konzert der Band gekauft, ich habe eine CD Wiederveröffentlichung über LOST PIPE DREAMS Records aus den 90ern. Ich nehme an, es handelt sich um eine niedersächsische Band, ein Powertrio, welches sich dem harten, jammigen Rock verschrieben hat, der deutlich im Blues wurzelt und durch seine lockere, verspielte Weise einen psychedelischen Touch mitbekommen hat, in den härteren Momenten aber sogar bis zum gemässigten, boogielastigen englischen Metal der späten 70er und frühen 80er vordringt. Fünf bis sechs Jahre war dieses Trio seiner Zeit in manchem Moment voraus, ansonsten schon an ihrem Pulse. Der Opener "Orgas...